Dachstuhlbrand

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Am 04.02.2021 wurden wir um 11:05 Uhr zu einem Kaminbrand in die Karl-Wiesinger-Gasse alarmiert. Wie sich herausstellte, handelte es sich nicht um einen Kaminbrand, sondern um einen Dachstuhl- und Zimmerbrand.

Wenige Minuten nach der Alarmierung traf das erste Fahrzeug am Einsatzort ein und der Fahrzeugkommandant, welcher somit der Einsatzleiter war, erkundete das Gebäude.
Mittels Steck- und Schiebeleitern wurde ein Atemschutztrupp auf das Dach entsandt, da bereits Flammen aus dem Kamin erkennbar waren. Nach genauerer Erkundung und Öffnung der Dachabdeckung stellte sich jedoch heraus, dass es nicht aus dem Kamin brannte, sondern aus der Wohnraumlüftung. Parallel hierzu wurden alle Wohnungen im Gefahrenbereich evakuiert, wobei auch zwei Katzen aus einer Wohnung gerettet werden konnten.

Aufgrund des neu erlangten Wissens wurde die höchste Alarmstufe (B4) ausgelöst und umliegende Feuerwehren als Unterstützung alarmiert. Anschließend wurden Teile des Daches abgedeckt, um eine Ausbreitung unter der Blechverkleidung zu verhindern. Nach einer Begutachtung mittels Wärmebildkamera bestand der Verdacht eines Dehnfugenbrandes. Um dies zu kontrollieren, wurden einzelne Bereiche des Daches komplett geöffnet und die Fuge gekühlt.

Während der Arbeiten am Dach entwickelte sich in einer Wohnung unterhalb des Kamins ein Zimmerbrand. Der Brand in der Lüftung weitete sich bis in das Badezimmer einer Wohnung aus. Durch den Brandschutz im Bereich der Wohnungen konnte dieser schnell durch einen Atemschutztrupp abgelöscht werden. Nach Kontrolle mittels Wärmebildkamera im kompletten Dachbereich sowie der Wohnungen konnte nach fast fünf Stunden „Brand aus“ gegeben werden.

Im Zuge eines solchen großen Einsatzes und der damit verbundenen Risiken werden standardmäßig mehrere Rettungswägen sowie Notarztmittel als Bereitstellung alarmiert. Dies ermöglicht eine schnelle Versorgung bei Unfällen. Die Rettung wurde auch dringend benötigt, da während des Einsatzes ein Anrainer plötzlich über Brustschmerzen klagte und somit zügig der Rettung übergeben werden konnte.

Nach dem Einsatz sind vier Wohneinheiten vorübergehend nicht mehr bewohnbar. Die Anrainer konnten bei Bekannten untergebracht werden.

Nach ca. 6 Stunden konnten die letzten eingesetzten Kräfte wieder die Einsatzbereitschaft herstellen und somit wurde der Einsatz beendet. In Summe waren 11 Feuerwehren mit 109 Kameraden Vorort.

Vielen Dank an die Feuerwehr Strasshof, Gänserndorf, Aderklaa, Parbasdorf, Obersiedenbrunn, Auersthal, Bockflies, Groß Schweinbart, Groß Engersdorf, Raasdorf sowie das Rote Kreuz und die Polizei für die Unterstützung!