Am 6.7.2026 fand unsere Juli-Monatsübung statt. Thema war eine technische Einsatzübung mit Aufbau einer Einsatzleitung.
Die Übung erfolgte unter Zusammenarbeit der Feuerwehr Strasshof, da diese im Ernstfall bei größeren Einsätzen ihr Einsatzleiterfahrzeug zur Verfügung stellt. Dies galt es zu proben, um im Einsatzfall eine schnelle Aufstellung und Koordination der Einsatzleitung zu gewährleisten. Auch die Fahrschule Deutsch-Wagram unter Leitung von Ing. Roland Zigala beteiligte sich an dieser Übung mit ihren Fahrschulfahrzeugen
Nach einer kurzen Vorbesprechung im Feuerwehrhaus und der Verteilung der Positionen (Als Einsatzleiter sowie Abschnittsleiter wurden zwei neu ausgebildete Kameraden herangezogen), wurde auch schon durch die Notrufzentrale alarmiert. In der Alarmierung war die Info zu einem technischen Einsatz mit Bus und LKW, eingeklemmten Personen sowie einem Brand mit Fahrgästen im Bus. Wir rückten mit unserem RLF, KLFW und dem MTF zur Einsatzstelle aus. Währenddessen wurde auch die FF Strasshof mit ihrem Einsatzleiterfahrzeug alarmiert.
An der Einsatzstelle erkundete der Einsatzleiter die komplexe Situation und bildete nach dem Befehl der Einrichtung einer Einsatzleitung rasch zwei Einsatzabschnitte (LKW und Bus), diese wurden unterschiedlich abgearbeitet.
Das Einsatzleiterfahrzeug positionierte sich gut einsehbar für alle nachalarmierten Feuerwehren und übernahm den kompletten Funkverkehr sowie die Kommunikation nach außen. Da die Fahrzeuge teilweise auf Gleisen der ÖBB standen, musst (fiktiv) die ÖBB kontaktiert werden, um die Gleise von Zügen frei zu machen. Aufgrund der Komplexität wurden zwei weitere Feuerwehren nachalarmiert.
Zuerst wurde die eingeklemmte Person mit Hilfe von Hebekissen unter dem Auto gerettet, während der eingeklemmte und verletzte Fahrer des LKW medizinisch vom Notarzt betreut wurde. Dafür bauten die Kameraden des Abschnitts die Rettungsplattform auf, um leichter zum Verletzten zu kommen. Dieser wurde nach Stabilisierung mit Hilfe eines Spine-Boards aus der Fahrerkabine befreit und dem Roten Kreuz übergeben.
Der Zugang zum Bus war leider nicht so leicht möglich, das die Türen verschlossen waren und zum Busfahrer kein Kontakt aufgenommen werden konnte. Deshalb entschied sich der Abschnittsleiter zum Einschlagen der Scheibe an der Fahrerseite, um sich einen Überblick ins verrauchte Fahrzeuginnere zu verschaffen und den Bus mit Frischluft zu belüften. Von innen konnten dann der Bus geöffnet werden und unter Atemschutz und Belüftung alle sechs vermissten Personen plus ein Kleinkind gefunden und gerettet werden.
Beide Fahrzeuge wurden vorher mit Keilen gegen Wegrollen gesichert und es wurde ein Brandschutz aufgebaut.
Im Anschluss an die Übung gab es wie immer eine Nachbesprechung, wo zuerst die Übungsbeobachter und Übungsveranwortlichen ihre Sichtweise kommunizierten, danach erklärten die Einsatz- und Abschnittsleiter ihr Vorgehen und ihre Entscheidungen. Der Einsatz wurde einheitlich als rasch und gut abgewickelt wahrgenommen, so konnten wir nach Versorgung der Fahrzeuge und Einschulung in Busöffnungen wieder in das Feuerwehrhaus einrücken.
Ein großer Dank geht an die Übungsausarbeiter Sebastian Bernhard und Dominik Fally, sowie an den Übungsbeobachter Moritz Daubner. Außerdem wollen wir uns bei den Statisten für den Einsatz als Fahrgäste bedanken, sowie bei der Fahrschule Deutsch-Wagram besonders bei Ing. Roland Zigala, für die Bereitstellung der Fahrzeuge sowie der Einschulung am Bus. Danke auch an die FF Strasshof für die gewohnt tolle Zusammenarbeit, verantwortlich war diesmal Michael Bäck.












