Personensuche nach Verkehrsunfall

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Ein alkoholisierter Lenker hat Montagnachmittag eine Telefonzelle neben der Bundesstraße in Deutsch-Wagram umgefahren. Nachdem er und sein Beifahrer von der Unfallstelle geflüchtet sind entwickelte sich eine groß angelegte Personensuche.

Um 15:07 Uhr wurde die freiwillige Feuerwehr Deutsch-Wagram zu einem Verkehrsunfall alarmiert. Ein PKW hatte eine Telefonzelle umgefahren und kam fahrunfähig neben dem Straßenrand zum Stillstand. Als die Einsatzkräfte am Unfallort eintrafen waren sie jedoch sehr überrascht, denn es fühlte sich niemand der anwesenden Personen zu dem Fahrzeug zugehörig. Augenzeugen informierten die Einsatzkräfte, dass zwei Personen aus dem Fahrzeug ausgestiegen und in sich in Richtung Wald aus dem Staub machten.

Eine der beiden Personen konnte schnell in der Nähe des Fahrzeugs aufgefunden und dem Roten Kreuz und der Polizei übergeben werden. Die Zweite war jedoch weiter vermisst. Einsatzleiter ABI Christian Schantl veranlasste sofort eine großangelegte Personensuche und forderte weitere Feuerwehren zur Unterstützung an. „Wir mussten davon ausgehen, dass auch die zweite Person verletzt ist und so ist es unsere Aufgabe sie zu suchen.“

„Mehr als 70 Feuerwehrmitglieder von sieben Feuerwehren durchsuchten das Waldgebiet rund um die Unfallstelle. Dabei waren auch eine Drohne und Wärmebildkameras im Einsatz“, berichtet Feuerwehrsprecher Andreas Ernhofer, „Nachdem wir in einem Umkreis von mehr als einem Kilometer niemanden finden konnten, mussten wir davon ausgehen, dass die Person nicht schwer verletzt sein kann und unsere Hilfe nicht wahrnehmen möchte.“

Die Feuerwehrmänner haben parallel zur Suchaktion das verunfallte Fahrzeug von der Unfallstelle entfernt und die Fahrbahn gereinigt. Ein Stau mit einer Verzögerung von über einer halben Stunde war auf der stark befahrenen Bundesstraße 8 dennoch nicht zu vermeiden.

Nachdem die Florianis wieder in das Feuerwehrhaus eingerückt sind und die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt wurde gab es noch Geburtstagswünsche für den Einsatzleiter Schantl. „So habe ich mir meinen Geburtstag nicht vorgestellt aber es war trotzdem schön so viele meiner Kameraden heute zu sehen“, erzählte er nach dem Einsatz.